
Merkblatt 1/0 Zurück zur Auswahl


Saint-Bertrand-de-Comminges, Zeugnis bedeutender Epochen
Saint-Bertrand-de-Commingens erhebt sich110 km südlich von Toulouse am Fuß der Pyrenäen. Ursprünglich befand sich hier ein im ersten Jahrhundert v.Chr. gegründetes römisches Oppidum. Der kunsthistorisch hochinteressante Ort kann also auf eine 2000jährige Vergangenheit zurückblicken. Ein wertvolles geschichtliches Erbe im Departement Haute-Garonne, das absolut sehenswert ist.

![]()
To view this site, you need the plugin flash 8 or above,
If you do not have it, you can download it by clicking here. Then update the page by clicking here or restart your browser.
Vor den Pyrenäenausläufern scheint Saint-Bertrand-de-Comminges wie zwischen Himmel und Erde zu schweben. Das religiöse Wahrzeichen, die Kathedrale Sainte-Marie, erhebt sich über der Oberstadt. Hinter der in den Fels gehauenen Stadtmauer drängen sich schöne Renaissance-Häuser. Unterhalb des Ortes erstrecken sich Überreste aus der gallo-römischen Zeit, die Ruinen des antiken Lugdunum-Convenae.
Ein aus dem Marmor der Pyrenäen errichteter Tempel war vermutlich Rom und dem Kaiser gewidmet. Das Forum mit einem ausgedehnten Säulenhof bildete das wirtschaftliche und politische Zentrum dieser Siedlung. Eine Galerie mit Läden umgab das große Gebäude. Vom Theater gibt es nur noch wenige Überreste, während von der ursprünglichen christlichen Basilika einige Sarkophage erhalten sind. Gleich daneben befanden sich die Thermen mit einem Außenbecken, sowie Warm- und Kaltbädern.
Die Ursprünge der Kathedrale von Saint-Bertrand-de-Comminges gehen an den Anfang des Mittelalters zurück. Sie wurde bis ins 16. Jahrhundert erweitert und verschönert. Der gotische Sakralbau vereint damit drei Kirchen aus verschiedenen Zeitaltern und unterschiedlichen Stilen. Zu bewundern sind heute der viereckige romanische Glockenturm, der mit den zwölf Aposteln geschmückte Sims des Portals, sowie der Tympanon mit einer Darstellung der drei Könige. Im romanischen Kreuzgang ist die einstige Spiritualität noch immer spürbar. Bemerkenswert sind weiterhin der Chor der Kirche mit Holzarbeiten und natürlich die wunderbare Orgel, die als ein Meisterwerk der Renaissance gilt.
Unterhalb der verwinkelten mittelalterlichen Gassen von Saint-Bertrand erhebt sich inmitten von Wiesen die Basilika Saint-Just de Valcabrère. Die romanische Kirche weist eine Besonderheit vor, denn einige architektonische Elemente und Skulpturen stammen aus dem einstigen Lugdunum-Convenae.
Saint-Bertrand-de-Comminges für Kenner
> Im Rahmen der Jakobswege nach Compostela wurden die Kathedrale von Saint-Bertrand-de-Comminges und die Basilika Saint-Just de Valcabrère ins UNESCO-Welterbe aufgenommen.
> Ein ehemaliges Kloster aus dem 19. Jahrhundert beherbergt inzwischen das Kulturzentrum Les Olivétains mit der touristischen Informationsstelle des Departements. Hier erhalten Besucher alle Auskünfte, um den Ort und das Gebiet Comminges kennen zu lernen.
Das zum Vorplatz der Kathedrale weisende Centre des Olivétains verfügt weiterhin über Ausstellungsräume, die archäologische Funde, aber auch zeitgenössische Kunst zeigen (jährlich zwei große Ausstellungen). Außerdem befindet sich hier eine Buchhandlung. Die Informationsstelle bietet geführte Besichtigungen von Saint-Bertrand-de-Comminges/Valcabrère.
> Sehr empfehlenswert ist ein Besuch in der ehemaligen Gendarmerie St-Bertrand-de-Comminges! In dem restaurierten Gebäude aus dem 18. Jahrhundert werden Ausstellungen über das geschichtliche Erbe gezeigt. Von den Gärten bietet sich eine schöne Aussicht auf das Garonne-Tal.
> Ein Erlebnis: Das Festival du Comminges im Juli mit rund zwanzig Konzerten. Das 1975 gegründet Musikereignis erfreut sich inzwischen eines internationalen Rufes. Bekannte Komponisten und junge Organisten zeigen bei den Veranstaltungen immer wieder mit neuen Werken die Dynamik dieses Festivals.
> Das Comminges-Gebiet zu Fuß oder mit dem Rad ... Saint-Bertrand-de-Comminges liegt günstig zwischen den ersten Pyrenäen-Gipfeln und dem Flusslauf der Garonne. Die Umgebung ist wie geschaffen zum Wandern oder für Fahrradtouren auf der „Véloroute de la Garonne«. Die gekennzeichnete Radstrecke verläuft auf verkehrsarmen Landstraßen von Cierp-Gaud bis Carbone (106 km). Geplant ist der Ausbau von Toulouse bis Luchon (150 km).
Anreise :
Airport/Airfield : Toulouse (115Km)
Railway station : Montréjeau (8Km)
Motorway : A 64 (8Km)
Road : N 117 (8Km)
Les Olivetains- Centre Touristique et Culturel
Parvis de la Cathédrale
31510 - ST BERTRAND DE COMMINGES
Tel: +33 5 61 95 44 44
Fax: +33 5 61 95 44 95
Email: olivetains@wanadoo.fr
Webseite: www.tourisme-haute-garonne.com